Das Projekt Europäisches Profilraster(EPR) für Sprachlehrende

Das Europäische Profilraster: worum handelt es sich?

Das Raster ist ein Werkzeug, das dazu dienen soll, die Kompetenzen der Sprachlehrenden auf internationaler Ebene zu erfassen und zu prüfen. Es besteht aus einer Anzahl von Deskriptoren, die in 6 verschiedene Niveaus eingeteilt sind (vom „Beginner“ bis zum „sehr fortgeschrittenen“ Nutzer). Es umfasst die Hauptkompetenzen, die für Sprachlehrende zutreffend sind, sowie den Ausbildungs- und Erfahrungshintergrund, die für jedes Niveau zu erwarten sind.

Wozu soll es dienen?

Hauptzweck des Rasters ist, eine (Selbst)Evaluierung der Sprachlehrer zu ermöglichen. Dies ist sowohl für die sinnvolle Einteilung der Lehrkräfte innerhalb einer Institution nützlich, als auch im Gebiet der beruflichen Weiterbildung und der Karriereentwicklung des Personals.

Wer gehört zum Zielpublikum ?

3 Gruppen von Personen:

  • Lehrer (Selbstreflexion hinsichtlich der eigenen Kompetenzen in einer Anzahl von Bereichen und ggf. Weiterbildung)
  • Managerin Sprachzentren (Monitoring der Qualität der Lehrinhalte; Karriereplanung)
  • Lehrerausbilder (Gestaltung der Weiterbildungsprogramme und ein genaueres Monitoring der Fortschritte der angehenden Lehrer)

Welche Kategorien umgreift es?

  • Sprache und Kultur (Kompetenz der Lehrenden in der Zielsprache, Sprachbewusstheit und interkulturelle Kompetenz);
  • Qualifikation und Unterrichtserfahrung (Ausbildung und Qualifizierung; Qualität und Dauer der Lehrerfahrung);
  • zentrale Lehrkompetenzen:
    1. Methodik/Didaktik;
    2. Unterrichts- und Kursplanung;
    3. Steuerung von Interaktion;
    4. Leistungsmessung;
    5. digitale Medien
  • professionelles Verhalten (Professionalität; Verwaltung)

Das EPR Projekt (2011-2013)  wurde teilweise finanziert durch das Programm „Lebenslanges Lernen“ der Europäischen Kommission. Es war ein Leonardo Projekt mit dem Ziel des Transfers von Innovationen. Es wurde realisiert durch eine Zusammenschluss von elf europäischen Partnern, die Projektkoordination lag beim CIEP (Centre International d’Études Pédagogiques), Frankreich .

Projektziele

Das Projekt zielte darauf ab, durch ein innovatives Instrument – das Europäische Profilraster für Sprachlehrende – die Qualität und Effektivität von Sprachunterricht in Europa zu verbessern. Dieses Raster wurde entwickelt für Lehrkräfte an Sprachlehrinstituten und Schulen in Europa und dient dazu,

  • Fortbildungsbedürfnisse von Sprachlehrenden besser ermitteln zu können
  • ein zuverlässiges Instrument zur Bewertung und Selbsteinschätzung von Lehrkompetenzen zur Verfügung zu stellen,
  • die Rektutierung von Sprachlehrenden durch ein transparentes Bewertungssystem zu erleichtern,
  • Mobilität von Sprachlehrenden innerhalb Europas durch die Erweiterung professioneller Kompetenzen zu erhöhen.

Das EPR dient darüber hinaus auch Fortbildern und Arbeitgebern.

Projektergebnisse

Das EPR wurde kostenlos zur Verfügung gestellt und kann entsprechend den Kontexten, in denen es genutzt wird, adaptiert werden. Zusätzlich zur Print-Version gibt es eine benutzerfreundliche interaktive online-Version, die den Gebrauch noch einfacher macht.

Um das Instrument zu implementieren, gibt es ein Benutzerhandbuch, das je nach Zielsetzung den Umgang mit dem Profilraster erläutert.

Projektpartner

Centre international d’études pédagogiques (CIEP), Frankreich

Evaluation & Accreditation of Quality in Language Services (EAQUALS), Großbritannien

British Council, Großbritannien

Instituto Cervantes, Spanien

Bulgarian Association for Quality Language Services (BAQLS OPTIMA), Bulgarien

Goethe-Institut, Deutschland

Center für berufsbezogene Sprachen (CEBS), Österreich

ELS-Bell Education Ltd (ELS Bell), Polen

Università per Stranieri di Siena (UNISTRASI), Italien

Hogeschool van Amsterdam DOO (HvA), Niedelande

Sabanci Üniversitesi (SU), Türkei